Affenpocken sind keine neue Krankheit. Der erste bestätigte Fall beim Menschen stammt aus dem Jahr 1970, als das Virus bei […]
Affenpocken sind keine neue Krankheit. Der erste bestätigte Fall beim Menschen stammt aus dem Jahr 1970, als das Virus bei einem pockenverdächtigen Kind in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) isoliert wurde. Es ist unwahrscheinlich, dass die Affenpocken eine weitere Pandemie auslösen werden, aber angesichts des COVID-19-Virus ist die Angst vor einem weiteren grossen Ausbruch verständlich. Die Affenpocken sind zwar selten und verlaufen in der Regel mild, können aber dennoch zu schweren Erkrankungen führen. Die Gesundheitsbehörden sind deshalb besorgt, dass mit der zunehmenden Reisetätigkeit mehr Fälle auftreten werden.
Die Affenpocken werden durch das Affenpockenvirus verursacht, das zu einer Untergruppe der Familie der Poxviridae gehört, die Orthopoxvirus genannt wird. Zu dieser Untergruppe gehören auch die Pocken-, Vaccinia- und Kuhpockenviren. Ein tierisches Reservoir für das Affenpockenvirus ist zwar nicht bekannt, es wird jedoch vermutet, dass afrikanische Nagetiere eine Rolle bei der Übertragung spielen. Es wurde bisher nur zweimal in der Natur von einem Tier isoliert. Diagnosetests sind derzeit nur in den Labors des Laboratory Response Network in den USA und weltweit verfügbar.








