Die moderne medikamentöse Therapie bei Allergien setzt vermehrt auf die zielgerichtete Wirkung monoklonaler Antikörper. Ein aktuelle schwedisch-deutsche Übersichtsarbeit hat am […]

Die moderne medikamentöse Therapie bei Allergien setzt vermehrt auf die zielgerichtete Wirkung monoklonaler Antikörper. Ein aktuelle schwedisch-deutsche Übersichtsarbeit hat am Beispiel dreier Prototypen von chronischen allergischen Erkrankungen – allergisches Asthma, chronische spontane Urtikaria (CSU) und atopisches Ekzem (AE) – die jüngsten Entwicklungen zu Biologika zusammenge­fasst, welche jeweils zur Therapie bereits zugelassen sind oder sich in fortgeschrittener klinischer Prü­fung befinden.

Allergische Erkrankungen lassen sich auf drei verschiedenen Wegen bekämpfen: Prävention, sympt01natische und ursäch­liche Therapie. Mit der Identifikation biologischer \Xlirk­stoffe, welche die von T-Helfer-Zellen freigesetzten Zytokine gezielt, entweder direkt oder rezeptorvermittelt, inhibieren, konnte ein breites Spektrum neuer und effizienter Therapie­optionen für entzündliche Erkrankungen erschlossen werden. So sind inzwischen immer mehr spezifische Antikörper (Ak) verfügbar, welche bestimmte Immunpfade neutralisieren und n1ithin sehr effektiv zur symptomatischen Behandlung bei allergischen Reaktionen eingesetzt werden können, andere befinden sich in klinischer Prüfung.

 

Asthma

Wechselwirkungen zwischen dem Individuum und seiner Um­gebung unterliegen, die sich hinsichtlich ihres zeitlichen Ver· lauis und der betroffenen Gewebe unterscheiden. Zwar exis­tiert eine grosse Anzahl nicht allergischer Asthmaendotypen, doch der hier referierte Review befasst sich ausschliesslich mit der Typ-2-immunvermittelten, allergischen Form, die gewöhn­lich durch das Vorliegen von lmmunglobulin-E-(lgE-)Ak im Serum und/oder einen positiven Hautpricktest charakterisiert ist.